Monika Ohlenholz Michaela Danecki
Grunschullehrerin
   
Bianca Otte Bianca Otte
Grundschullehrerin
   
Bernd Giesen Bernd Giesen
Sonderschullehrer

In der Grundstufe 1 werden Kinder der Klassen eins bis drei der Grundschule
und der Klassen eins bis vier aller Förderschulen unterrichtet.


Der zahlenmäßig größte Teil der Schülerschaft ist Patientin oder Patient in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Diese Kinder unterrichten wir in Lerngruppen von vier bis acht Kindern, deren Zusammensetzung sich an den Jahrgangsstufen und am Lernstand der Heimatschule orientiert. Unser Unterrichtsangebot für jedes Kind umfasst täglich zwei Stunden. Angeboten werden die Fächer Sprache, Mathematik, Sachunterricht und der musisch-künstlerische Bereich. Sportliche Betätigung ist durch die psychomotorische Therapie und die Schwimmgruppen der Klinik gesichert.

Für die Arbeit mit unseren Schülerinnen und Schülern stellen sich folgende Hauptaufgaben:

  • Personenbezogene Kompetenzen aufbauen, um am Unterricht teilnehmen zu können (Schulfähigkeit);
     
  • Verbesserung und Stabilisierung des Sozialverhaltens, so dass die Kinder sich nach dem Klinikaufenthalt angemessen in das Sozial- und Lerngefüge ihrer Heimatschule einfinden können;
     
  • Motivation zum Lernen wecken, Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche die Kinder für das erfolgreiche Absolvieren des jeweiligen Schuljahres benötigen;
     
  • Schullaufbahnberatung für Kinder, die in der Regelgrundschule unüberwindliche Schwierigkeiten mit dem Verhalten oder Lernen haben. Wir erarbeiten in Zusammenarbeit mit den Therapeuten, Eltern und der Heimatschule Perspektiven für eine geeignete Schullaufbahn nach dem Klinikaufenthalt.

An den ersten drei Aufgaben arbeiten wir gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern (Wochenziele, Tagesziele).

Der Schultag beginnt mit einer Morgenrunde. Alle Kinder einer Lerngruppe treffen zusammen, um die wichtigsten Ereignisse vom Vortag zu berichten und zu besprechen. Neuankömmlinge stellen sich vor und lernen spielerisch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler kennen. Pädagogischer Schwerpunkt dieser Runde ist das Üben sozialer Regeln.

Es folgen fachliche Lernblöcke mit kleinen Gruppen (max. fünf Kinder). Hier arbeiten die Kinder orientiert an den Materialien und Informationen ihrer Heimatschulen in den Bereichen Sprache, Mathematik oder Sachunterricht. Für Kinder, die mit dem Stoff ihrer Heimatschule noch Probleme haben, stellen wir vereinfachtes Lernmaterial zusammen. Das Lerntempo bestimmen die Mädchen und Jungen entsprechend ihren Fähigkeiten selbst. So gelingt es uns, eine angstfreie, entspannte Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der fast alle Kinder angemessene Leistungen erbringen können. Schulangst kann in der Regel überwunden werden. Auch leistungsschwache Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich täglich Erfolgserlebnisse.

Durch ein mit den Schülerinnen und Schülern individuell abgesprochenes Wochenziel/Tagesziel arbeiten wir an den personalen Kompetenzen. In der Regel erhalten die Kinder ihre Rückmeldung durch ein Smiley-System. Der Smiley wird im Lerntagebuch des Kindes eingetragen und dient so gleichzeitig als positiver Verstärker und als Dokumentation des Erfolges.